B2B-Marketing in internationalen Organisationen ist komplex. Manpower, weltweit führender Anbieter von Personallösungen, kennt diese Herausforderung. Mit Präsenz in 80 Ländern stand das Unternehmen vor einer strategischen Aufgabe: Wachstum skalieren, ohne Standards zu verlieren.
Die Realität sah anders aus. Unterschiedliche Lead-Definitionen, heterogene digitale Infrastrukturen, keine einheitliche Sprache zwischen Marketing und Vertrieb. Was in einem Land als Sales Ready Lead galt, war in einem anderen nur ein MQL. Benchmarking? Unmöglich. Best Practices skalieren? Schwierig.
Gleichzeitig wollte Manpower sich als Thought Leader zum Thema Digital Workspace positionieren. Digitale Zusammenarbeit, IT-Sicherheit, Mitarbeiterbindung – Themen, die Unternehmen im Fachkräftemangel bewegen. Dafür brauchte es mehr als einzelne Kampagnen. Es brauchte ein System.
Manpower stand vor mehreren Herausforderungen gleichzeitig:
Inkonsistente Prozesse: Unterschiedliche Marketing-Prozesse in acht europäischen Landesgesellschaften machten Vergleiche unmöglich. Ein Lead, der in einem Land als qualifiziert galt, war in einem anderen noch nicht einmal erfasst. Keine gemeinsame Sprache, keine gemeinsamen Standards.
Strategische Lücken: Die Buyer-Persona-Arbeit war nicht umfassend genug für die angestrebte Thought-Leadership-Positionierung. Es fehlte eine orchestrierte Content-Strategie für Digital Workspace. Das Messaging-Framework war nicht einheitlich über Märkte und Zielgruppen hinweg.
Fehlende Automatisierung: Das vorhandene Marketing-Team konnte für die ambitionierten Wachstumsziele nicht schnell genug skalieren. Es fehlte eine zentral koordinierte Plattform für Marketing-Automation über alle Märkte hinweg. Systematische Lead-Nurturing-Prozesse waren nicht etabliert.
Heterogene Technologie-Nutzung: Trotz der Wahl von HubSpot als einheitliches CRM-System gab es in den meisten Ländern sehr unterschiedliche Nutzungsgrade und Systemkonfigurationen. Keine einheitliche Datenbasis für länderübergreifende Performance-Analyse.
Das Ziel war ambitioniert: Manpower wollte eine skalierbare Marketing-Infrastruktur schaffen, die Wachstum treibt und gleichzeitig über Ländergrenzen hinweg funktioniert. Dafür brauchte es mehr als einzelne Kampagnen.
Es ging darum, ein komplettes System aufzubauen – von der Buyer-Persona-Entwicklung über skalierbare Content-Systeme bis zur standardisierten CRM-Architektur. Lead-Scoring und Reporting sollten länderübergreifend vergleichbar sein, Marketing-Automation orchestriert ablaufen.
Gleichzeitig sollte die Positionierung als Thought Leader zum Kampagnen-Thema Digital Workspace etabliert werden. Substanz statt Masse. Wirkung statt Reichweite. Ein nachhaltiges System, das das Team eigenständig weiterführen kann.
Das Projekt startet mit Analyse. Eine umfassende Untersuchung der bestehenden Prozesse in den acht europäischen Landesgesellschaften bildet das Fundament. Stärken, Schwächen, Best Practices – alles wird identifiziert und dokumentiert.
Darauf baut die strategische Arbeit auf: Buyer-Persona-Entwicklung durch Tiefeninterviews mit internen Experten und Bestandskunden. Definition von Buyer Journeys, Pain Points, Informationsbedürfnissen und Entscheidungskriterien. Messaging-Framework für eine einheitliche Sprache über alle Märkte hinweg. Content-Strategie mit jahresweitem Kampagnenplan für Digital Workspace.
Parallel wird die technische Infrastruktur aufgebaut. CRM und Marketing-Automation werden implementiert, Lead-Scoring-Systeme entwickelt, Nurturing-Workflows aufgesetzt. Homogene Stakeholder-Dashboards schaffen Transparenz auf globaler Ebene. Gleichzeitig entstehen einheitliche Lead-Lifecycle-Definitionen für länderübergreifende Segmentierung.
Der Blueprint wird gemeinsam mit Pilot-Märkten entwickelt. Vereinheitlichung von Scoring- und Datenmodellen. Erstellung von Reifegradmodellen zur besseren Lead-Qualifizierung und -Priorisierung. Dokumentation länderspezifischer Besonderheiten.
Erst dann starten die Kampagnen. Fünf Kern-Kampagnen zum Thema Digital Workspace im ersten Halbjahr. Whitepaper als Thought-Leadership-Anker. Blog-Artikel zur Promotion und SEO/AEO/GEO-Optimierung. Landing Pages mit Conversion-fokussiertem Design. Alles orchestriert, alles messbar, alles optimierbar.
Der Rollout erfolgt schrittweise. Land für Land, mit engmaschiger Begleitung. Kick-off-Meetings in einzelnen Landesgesellschaften für Projektvorstellung und Deep-Dive in vorhandene Daten und Systeme. Individuelle Adaption an länderspezifische Besonderheiten – bei Einhaltung des Blueprints. Iteratives Lernen nach jeder Implementierung.
„andweekly hat einen echten Transformationsprozess begleitet. Vom Buyer-Persona-Handbuch über das Messaging-Framework bis zur CRM-Architektur – alles griff ineinander. Der Blueprint-Ansatz hat uns geholfen, Best Practices zu skalieren, ohne lokale Besonderheiten zu ignorieren.“
Tina Hingston
Head of Digital Demand Generation, Manpower
Was diese Zusammenarbeit besonders macht? Die enge Verzahnung aller Disziplinen. Strategische Fundierung, Content-Systeme und technische Infrastruktur greifen von Anfang an ineinander. Nichts wird isoliert betrachtet, alles ist Teil eines größeren Systems.
Der ganzheitliche Ansatz zeigt Wirkung: Strategische Analyse informiert die Content-Produktion und Kampagnen-Planung, Kampagnen definieren technologische Anforderungen, Technologie ermöglicht strategische Skalierung. Vom Buyer-Persona-Handbuch über skalierbare Content-Formate bis zur Marketing-Automation als zusammenhängendes Ganzes.
Besonders wertvoll ist der iterative Ansatz: Schrittweiser Rollout Land für Land ermöglicht Lernen aus jeder Implementierung. Wöchentliche Reviews und kontinuierliche Anpassungen statt starres Festhalten am Plan. Hypothesen-Testing und datengetriebene Optimierung. Balance zwischen Standardisierung für Effizienz und Lokalisierung für Relevanz.
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit macht den Unterschied: andweekly übernimmt initial viel, um schnelle Ergebnisse zu erzielen. Parallelarbeit ermöglicht die Setup-Erstellung bei gleichzeitigem Kampagnenstart. Sukzessive Befähigung und Übergabe statt Abhängigkeit. Einbindung interner Experten in Strategie- und Content-Prozesse schafft Ownership und Authentizität.
ManpowerGroup ist ein globaler Marktführer in innovativen Personallösungen. Mit Präsenz in 80 Ländern unterstützt das Unternehmen Organisationen dabei, die passenden Talente zu finden und ihre digitale Infrastruktur zu modernisieren – besonders in Zeiten des Fachkräftemangels.
Mehr über das Unternehmen: manpowergroup.de
Die Zahlen belegen den Erfolg der strategischen Herangehensweise: Nach sechs Monaten verfügt Manpower über eine funktionierende länderübergreifende Marketing-Infrastruktur.
Lead-Generierung auf Höchstniveau: Vierstellige Marketing Qualified Leads in sechs Monaten durch fünf Kern-Kampagnen zum Thema Digital Workspace. Dreistellige MQLs und SQLs pro Monat als etablierter Output.
Prozess-Exzellenz: Einheitliche Lead-Lifecycle-Definitionen über alle beteiligten Landesgesellschaften hinweg. Konsistente Lead-Qualifizierung schafft gemeinsame Sprache zwischen Marketing und Vertrieb. Standardisierte Automatisierungsprozesse für nahtlose Customer Journey.
Transparenz geschaffen: Vergleichbare Marketing-Performance zwischen Ländern durch homogene Dashboards. Identifikation und Replikation von Best Practices möglich. Reduzierung von Inkonsistenzen und Doppelarbeit. Optimierte Entscheidungsfindung durch datenbasierte Insights.
Strategische Positionierung: Etablierte Thought Leadership zum Kampagnen-Thema Digital Workspace. Verbesserte Markenwahrnehmung als Digitalisierungsexperte. Skalierbare Marketing-Infrastruktur für zukünftiges Wachstum. Einheitliches Messaging über alle Märkte hinweg.
Was bedeuten diese Ergebnisse für Manpower? Das Unternehmen verfügt heute über eine länderübergreifende Marketing-Infrastruktur, die wächst. Die Marketing-Automation läuft, die Prozesse sind etabliert, das Team ist auf neun Personen gewachsen und eingespielt.
Wichtiger noch: Das System skaliert. Was in sechs Monaten mit Pilot-Märkten aufgebaut wurde, kann jetzt kontinuierlich auf weitere Länder ausgerollt werden. Der Blueprint steht, Best Practices sind dokumentiert, der Wissenstransfer funktioniert.
Die erfolgreiche Übergabe der Marketing-Verantwortung an das Inhouse-Team zeigt: Das Programm war nicht auf Abhängigkeit ausgelegt, sondern auf Befähigung. Manpower führt die Kampagnen heute eigenständig weiter – mit vertieftem Know-how und etablierten Prozessen.
Diese Zusammenarbeit zeigt, wie internationale Organisationen Marketing standardisieren können: durch ein integriertes System, das Best Practices skalierbar macht, ohne lokale Besonderheiten zu ignorieren.